Robert Menasse – Die Hauptstadt

Robert Menasse - Die Hauptstadt  in der Buchhandlung RIEGLER in Bruck an der LeithaRobert Menasse
Die Hauptstadt (Roman)
495 S. • € 24,70 • Suhrkamp

„Dem österreichischen Schriftsteller und EU-Kenner ist ein großartiger Gesellschaftsroman auf der Höhe der Zeit gelungen, der von Brüssel bis nach Auschwitz reicht.“

(Der Standard, Klaus Zeyringer)

Robert Menasse hat für diesen Roman „Die Hauptstadt“ den Deutschen Buchpreis 2017 erhalten.

 Deutscher Buchpreis 2017

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Börsenverein-des-Deutschen-Buchhandels-Stiftung jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den deutschsprachigen „Roman des Jahres“ aus. Dieser Preis ist mit  25.000 Euro dotiert.

„Robert Menasse verwebt Zeiten, Nationen und Institutionen zu einer einzigartigen Panoramaaufnahme von Europa – kriminalistisch angetrieben, philosophisch durchdrungen und dabei immer grundironisch. Ganz in der Tradition von Balzacs Vorstellung kritischer Zeitgenossenschaft ist ‚Die Hauptstadt‘ ein Roman, der alles über unsere Zeit enthält, ohne je zeitgeistig zu werden.“

(Aus dem Kommentar der Jury)

Aus dem Roman

In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen.

Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie?

Robert Menasse: Die Hauptstadt in der Buchhandlung RIEGLER in Bruck an der LeithaSie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt.

David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen.

Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; „zu den Akten legen“ wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar.

Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten.

Über den Roman

In seinem neuen Roman „Die Hauptstadt“ spannt Robert Menasse einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und großen Gefühlen.

Und was macht Brüssel? Es sucht einen Namen – für das Schwein, das durch die Straßen läuft. Und David de Vriend bekommt ein Begräbnis, das stillschweigend zum Begräbnis einer ganzen Epoche wird: der Epoche der Scham.

Über den Autor

Robert Menasse, geboren 1954 in Wien, studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den „Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb„.

Menasse lehrte anschließend sechs Jahre – zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie – an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u.a. über: Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno.

Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Romancier und kulturkritischer Essayist in Wien und Amsterdam.

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Der Roman „Die Hauptstadt“ von Robert Menasse liegt für Sie in der Buchhandlung RIEGLER bereit.

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